Monatsrückblick: Die 12 besten Platten im Februar 2020

Das Album des Monats schenken uns die Psych-Prog-Space-Rocker von SLIFT.

Die Platte des Monats: SLIFT – Ummon

Eine Band, auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Das kann man schon jetzt bei Album Nummer 2 sagen. Denn wieviel besser kann es noch werden? Die Franzosen hauen ein sensationelles Doppelalbum raus, das sich fokussiert mit Psych, Prog und Space Rock auseinandersetzt. Mühelos jagen sie durch Raum und Zeit. Muskulöse Riffs, Endlosdrifts und saucooler Fuzz Rock wechseln sich ab. Eine Wonne!

Die Garage Punk-Platte des Monats: Wasted Shirt – Fungus II

Ty Segall und Brian Chippendale, es wurde Zeit, dass sich diese beiden Wilden mal zusammensetzen und ein paar Songs herausbringen. Das Ergebnis ist dann wie erwartet. Rüpelhafter Garage Punk, hingeschmettert, zerfleddert. Eine nervenaufreibende Angelegenheit, die durch einsame Psych-Momente abgefedert wird. Zugänglich grooven können sie auch noch. Aber die Stellen, an denen es richtig abgeht, sind dann doch die schönsten.

Die Stoner-Platte des Monats: Lowrider – Refractions

20 Jahre haben die Schweden zwischen dem Debüt und ihrer zweiten Platte verstreichen lassen. Immer noch so frisch wie früher? Der übermächtige Opener „Red River“ zerstreut alle Zweifel. Es ist ein fetter Stoner-Song, der sich groovend durch die Wüste schiebt. Wir bekommen alles, was man so braucht: Endlose Jams, dicke Riffs und das genretypische Brummen.

Die Sixties-Psych-Platte des Monats: Habibi – Anywhere But Here

Hören wir da mit „Angel Eyes“ schon den Song des Jahres? Die New Yorkerinnen bieten darauf wundervoll melodischen Sixties Psych. Ansonsten pendelt das erste Album seit sieben Jahren zwischen Surf, Garage Pop und Middle Eastern Psych. Mystisches gibt es, Gefühlvolles auch und dann wird noch Punk dazugestreut. Schön, dass sie wieder da sind.

Die Punk-Platte des Monats: Personality Cult – New Arrows

Das Soloprojekt von Ben Carr wächst zur Band an. So fällt das zweite Album druckvoller und vielschichtiger aus. Es ist klassischer Punk, der von der kalifornischen Sonne geküsst wurde. Einfach, direkt und eingängig.

Die beste Dark Country-Platte des Monats: Bambara – Stray

Die New Yorker tauchen zum vierten Mal die Welt in schwarze Farbe. Sie kommen aus dem Roadhouse zu Twin Peaks zu uns, bringen verbotene Melodien mit, die uns in willenlose Ekstase versetzen. Hier etwas mehr Post Punk, dort mehr Country, alles düster. „Sing Me To The Street“ hat uns immer noch in seinem Bann.

Die beste gemischte Platte des Monats: The Men – Mercy

Mit Album Nummer 8 sollte jedem klar sein, dass bei den New Yorkern alles möglich ist. Und dass das immer gut klingt. So ist auch „Mercy“ herausragend, überzeugt mit Country Rock und einem leidenschaftlichem Psych-Blues-Jam. Die Synthies sind auch wieder da und natürlich darf es zudem etwas Punk sein. Wird nie langweilig mit denen.

Die zweitbeste gemischte Platte des Monats: Lavender Flu – Barbarian Dust

Auch das Quartett aus Oregon beherrscht das Moment der Überraschung. Auf ihrer neuen Platte verarbeiten sie Garage Rock, Synthie Pop, Psych Rock und Folk zu einem meisterlichen Mischmasch. Eigenwillig schief, doch immer packend, dann einfühlsam und federleicht.

Die beste Psych Rock-Platte des Monats: Shadow Show – Silhouettes

Frische Band aus Detroit, die klassischen Psych Rock modern gestaltet. Sie fügen Garage Pop hinzu, kommen immer auf den Punkt, vergessen dabei nicht auf die Catchiness. Alle Songs gehen gut runter, einfach schön.

Die beste Post-Punk-Platte des Monats: Mush – 3D Routine

Britischer Post Punk ist wieder das Ding der Stunde und diese Band aus Leeds ist ganz vorne mit dabei. Sie setzen auf das Element der Wiederholung, ändern ihren Flow nur marginal. Dazu gibt es gelangweilt rotzigen Gesang. Zwischendurch fügt man neue Bausteine hinzu, klimpert dahin und ergibt sich dem Noise. Dann alles wieder auf Anfang.

Die EP des Monats: Jasmine Trails – dto.

Die Kanadierin ist seit längerer Zeit aktiv, veröffentlichte hauptsächlich Home Recordings. Hier beginnt sie neu, lädt sich Gäste ein und gestaltet ihre Musik fülliger. Es ist mitreißender Rock, der sogar Doom Folk im Angebot hat.

Die beste Weltuntergangsplatte des Monats: Sunflowers – Endless Voyage

Das dritte Album der Portugiesen wartet mit einem Konzept und einer leichten Neuausrichtung aus. Früher war da hektischer Garage Psych, jetzt wird dieser von elektronischen Spielereien durchbrochen. Das Ende der Welt wird vertont, die Roboter haben nun die Macht und erlegen uns synthetische Klänge auf. Der gute alte Rock bricht immer noch durch und er ist so fantastisch wie eh und je.

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